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Queere Visionssuche (Queere Quest) ab 18 Jahren

Hessische Schweiz, Hessen, Deutschland
15.05.2019 - 26.05.2019

Queere Visionssuche (Queer Quest), ab 18 Jahren
Für Menschen, die sich in irgendeiner Form als Queer sehen und damit identifizieren können.

Die Queer Quest wirft die grundsätzliche Fragen auf: Was bedeutet es für mich, (ganzheitlich) mit meinem ganzen Wesen Mensch zu sein?
Inwiefern bin ich ein Grenzgänger in und außerhalb „vor-definierter Rollen" der Gesellschaft? Inwiefern erlebe ich mich jenseits von üblichen Kategorien?
Es gibt verschiedene Vorstellungen über das Mensch-Sein, z.B. in Kulturen der Swahili von Mombasa, Ojibwa in Nordamerika, Dagara in Afrika, Papua Neuguinea worin das, was unsere Kultur als “queer” bezeichnen würde als eine besondere Rolle und*oder Berufung angesehen wird – die Rolle der*s GRENZGÄNGER*INNEN.
In unseren umgebenden vorwiegend europäischen Gesellschaften erleben wir jedoch meist, dass der Rolle, der*s Grenzgänger(s)*in meist kein Platz eingeräumt wird oder negativ besetzt ist.
In der Visionssuche nehmen wir uns zwölf Tage lang Zeit, um uns zu erst in vier Tagen Vorbereitung, in vier Tagen Solo-Zeit (allein draußen in der Natur) und zu Letzt in vier Tagen Nachbereitung den Fragen zu widmen, wie beispielsweise:
Was ist “Queerness” für mich und wie kann ich mir eigenes Bild davon machen was ich sein will? In welchem Rahmen und in welchen Grenzen bewege ich mich, die ich mir selbst und von der Gesellschaft vorgegeben, auferlege? Wie bewege ich mich in dem Spannungsfeld zwischen der Sicherheit, die mir eine begrenzte Rolle und ein Platz in der Gesellschaft bietet und der Freiheit authentisch meine eigene Definition von Mensch sein zu leben?
Für was stehe ich ein und wie will ich mein Mensch sein leben?
Gibt es in mir eine Suche, einen Ruf und eine Sehnsucht nach neuen „Rollen" oder einer "Rollenlosigkeit“? Wie antworte ich auf diesen Ruf und wie ver-antworte ich ihn in meiner Gesellschaft und Gemeinschaft? Ist es vielleicht sogar Teil meiner Berufung? Wenn in wie fern und was ist mein damit verbundenes Geschenk für die Welt?
Mit einer Visionssuche steht oft ein Lebensübergang in eine erste oder neue Form des Mensch-Seins an. Die Visionssuche markiert das Ende eines Sein-Prozesses und stößt gleichzeitig das Tor für einen neuen Lebensabschnitt auf. Diese Visionssuche ist für Menschen ab 18 Jahren, die sich in irgendeiner Form als Queer sehen und damit identifizieren können.

Die Vorbereitung

Zur Vorbereitung treffen wir uns in unserem idyllisch gelegenen Institut in der hessischen Schweiz, nahe dem hohen Meißner und dem Nationalpark Hainich.

Wir verfügen dort über eine eigene Gästeunterbringung, mit Gruppenräumen, Sauna, Kamin, großem Garten mit Feuerstellen überdachten Freisitzen etc. und viel Wald.


Dort werden wir die innere und äußere Vorbereitung auf die einsame Zeit im Wald vornehemen.

Aspekte der Sicherheit stehen dabei ebenso im Vordergrund, wie die innere Arbeit an den Themen, die mit der Visionssuche zurückgelassen, bzw. bestätigt werden sollen.


Der Visionssuche-Ort

Unweit vom Institut in Hessen, dem waldreichsten Bundesland, erstreckt sich eine „Caspar David Friedrich-Landschaft“, wie man sie in Deutschlands Mitte schon garnicht mehr vermuten würde.

Diese weite verschlafene Landschaft, mit ihren nahezu menschenleeren Wäldern und Wiesen, wurde vom hungrigen Tourismus bisher völlig übersehen, bzw. wieder vergessen und bietet wohl eine der besten Möglichkeiten, in heimischen Wäldern zu einer Visionssuche aufzubrechen.


So ist das Visionssuche-Gebiet auch ein abgeschiedenes, sanft hügeliges Gelände mit altem Eichen-Buchenwald sowie eingestreuten Feldern und Lichtungen.

Zu dem großen Wildbestand gehören auch Besonderheiten wie Uhu, Schwarzstorch, Wildkatze, Wanderfalke und Waschbär.


Wir halten es für wichtig, einen solch intensiven Übergangsprozess wie die Visionssuche, möglichst auch in heimischen Wäldern anbieten zu können, wenngleich es aus klimatischen Gründen leider nur im Sommer möglich ist.

Zur Zeit unsrer Vorfahren war Mitteleuropa zu etwa 80 bis 90 % mit Wald bedeckt.

Dieser Lebensraum hat die Art unserer Sprache und unsere Kultur stark beeinflußt und noch heute sind wir in kollektiv unbewußter Weise mit dieser seelischen Urlandschaft verbunden.


Mit einiger Sicherheit fanden die damals selbstverständlichen Übergangsrituale unserer Vorfahren in eben diesen Wäldern statt, weshalb wahrscheinlich ein morphisches Feld kollektiver Erinnerung betritt, wer in solchen Wäldern zu seiner Visionssuche antritt.

Es ist im Übrigen auch leichter sich später, z.B. bei einem Spaziergang, wieder mit der Landschaft rückzuverbinden, in der man einst gefastet hat.


Wir würden und freuen Sie in diesem Prozess zu begleiten.

Mehr Infos und Bilder, sowie die bequeme Möglichkeit der Online-Anmeldung hier: http://www.eschwege-institut.de/seminarinformationen.html#Eschwege

Seminarleiter/innen

Dr. Ron "Kunga" Lacoste , Sabrina Stein , Uwe Stenkamp

Leistungen

Intensive Begleitung durch drei ausgebildete Visionssuche-Guides, (die selber der Queer Szene angehören) während der 12 Tage der Veranstaltung sowie ein einjähriges Nachbetreuungs-Angebot.

U.a. durch die 3 gebührenfreien “Open Council” Wochenenden und dem Visionssuche Boxenstopp, einem Integrationsworkshop, jeweils im Februar jeden Jahres,im Eschwege Institut (siehe: http://www.eschwege-institut.de/veranstaltungskalender.html#visionssuche-integration).

Mehr Infos, sowie die bequeme Möglichkeit der Online-Anmeldung hier:http://eschwege-institut.de/veranstaltungskalender.html#CommunityAngebote


Kosten

190,- Einmaliger Einführungspreis

Zusatzkosten

255,- € für Unterkunft sowie für die Nutzungsgebühr an den Waldbesitzer. Hinzu kommen die Eigenkosten für die Anreise und die Selbstverpflegung in den ersten 4,5 Tagen.


Anbieter

Eschwege Institut und Campus Peregrini
Hinter den Höfen 10, 37276 Meinhard , Telefon: +49 (0)5651 951360 , Fax: +49 (0)5651 952144
info@eschwege-institut.de , http://www.eschwege-institut.de

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Eschwege Institut und Campus Peregrini

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Holger und Gesa Heiten

Hinter den Höfen 10
37276 Meinhard Deutschland
Tel: +49 (0)5651 951360
Fax: +49 (0)5651 952144>

E-Mail: info@eschwege-institut.de
Web: http://www.eschwege-institut.de

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Dr. Ron "Kunga" Lacoste

Dr. Ron Kunga Lacoste,
geboren Mitte der 40´er Jahre lernt zurzeit, was es heißt erstmalig Großvater zu sein. Sein in 2011 beginnender Ruhestand von einer schillernden und vielseitigen Karriere im Bildungsbereich sowie als Geistlicher, Beamter und Organisationsentwickler in einem weltweit agierenden Konzern, öffnet für ihn neue Lernräume, in denen er anderen anbietet, an der Ernte all dieser Erfahrungen teilzuhaben. Für ihn ähnelt der Rückblick auf dieses Leben, dem Spiel von Licht und Schatten auf dem Waldboden. Eine Fülle an Dingen, finster und voller Verfall aus denen plötzlich strahlend neue Potentiale und erneuertes Leben aufscheinen.

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Sabrina Stein

Sabrina R. Stein ist ausgebildete Wildnispädagogin und seit 2013 vertiefend in der Ausbildung und Arbeit der Initiatischen Prozessbegleitung und Visionssuchen-Leitung in der Tradition der School of Lost Bordes am Eschwege Institute und bisher in England und in den USA aktiv. Nach ihrem Bachelor-Studium in Betriebswirtschaftslehre ging sie ihrer Leidenschaft der Arbeit mit Pferden und in der wilden Natur nach und ging nach Kanada, wo sie die Arbeit des Natural Horseman Ship kennen lernte. Ihr Master-Studium absolvierte sie in Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Innsbruck mit Ihrem Forschungs-Schwerpunkt “Sterben und Tod” und der Frage in wie fern die Visionssuchen-Arbeit eine Methode für die Friedens- und Konfliktsarbeit sein kann. Zu diesem Thema forscht sie aktuell in ihrer Doktorarbeit und arbeitet parallel an dem UNESCO Chair des Arbeitsbereich Frieden und Konfliktforschung an der Universität Innsbruck. Sie versteht sich als Grenzgänger und Mensch in all seinen*r Facetten.

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Uwe Stenkamp

Uwe Stenkamp; geb. 15.05.1981, Tischler, Heim-Erzieher, Dipl. Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, Kampfesspielanleiter®, Initiatischer Prozessbegleiter® und Visionssuche- Leiter® i.A. (Eschwege Institut, in der Tradition der School of lost Borders
Uwe wohnt seit 2004 in Münster und lebt dort mit seinem Partner zusammen. Er arbeitet als Diplom Sozialarbeiter/-Pädagoge im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung und als Streetworker und Kampfesspielanleiter®. Des Weiteren arbeitet er mit Jugendgruppen und als Erwachsenenbildner in der Natur. Er hat mit anderen engagierten Menschen im Jahr 2012 das queere Jugendzentrum Track-muenster.de gegründet. Seit nun 5 Jahren erfreut sich das Jugendzentrum über stetiges Wachstum, sodass die Arbeit mittlerweile von 2 Festangestellten bewerkstelligt wird. Uwe engagiert sich dort weiterhin ehrenamtlich als Beirat des Vorstandes.

Kurzinfo

Kategorie
Visionssuchen allgemein

Zielgruppe
Erwachsene (Frauen, Männer, junge Erwachsene)

Teilnehmer
8 - 12

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